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Ebbe und Flut

Den steten Wechsel zwischen Hochwasser (Flut) und Niedrigwasser (Ebbe) nennt man die Gezeiten oder die Tiden. Eine Tide schließt beide Vorgänge ein und dauert rund 12 Stunden –sechs Stunden kommt das Wasser und sechs Stunden fließt es wieder ab.
 

Die Ebbe setzt ein

Zunächst nicht sichtbar setzt die Ebbe ein – ganz allmählich sinkt der Wasserstand und gibt den Meeresboden frei.
Der Schlick glänzt in der Sonne und lockt zu einem ersten Spaziergang ins Watt. Aber nicht nur den Wattwanderer lockt es hinaus – dem ablaufenden Wasser hinterher laufen unzählige Vögel auf der Suche nach Nahrung. Ob Austernfischer, Silbermöwen, Sandregenpfeifer oder Alpenstrandläufer – für alle ist der Tisch reich gedeckt.

Die Flut kommt

Leise kommt sie daher. Und schnell. 
Sie läuft über das Watt und treibt kleine Schaumberge vor sich her – sie kommt von allen Seiten, läuft in die Priele und überspült das Watt - ein tief beeindruckendes Naturschauspiel von unbeschreiblicher Schönheit. Wo man eben noch so herrlich wattwandern konnte, glitzert plötzlich die geschlossene Wasserfläche in der Sommersonne.
Am Deich wird die Flut von den Sommergästen schon erwartet. Gibt es doch nichts schöneres, als an einem warmen Sommertag ins kühle Wasser einzutauchen.

Ebbe und Flut 

Ein faszinierendes Phänomen der Nordsee liegt für viele Besucher ihrer Küsten in den Gezeiten (plattdeutsch: Tiden): Ebbe und Flut prägen den Küstensaum, gestalten eine ungewohnt amphibische Landschaft und führen zu fast stündlich wechselndem Aussehen der Region. Dabei ist Ebbe das ablaufende Wasser, beginnt also unmittelbar nach dem Höchststand, Flut hingegen setzt nach dem Tiefststand ein und dauert bis zum Höchststand. Das, was der Laie mit Ebbe und Flut bezeichnet, nämlich den Tiefst- bzw. Höchststand, sollte man besser als Hohlebbe und Hochflut bezeichnen!Jeder kennt dieses Geschehen, alle glauben, damit vertraut zu sein. Fragt man jedoch nach den Ursachen, werden die Antworten schwammig: Die Erklärung der wirkenden Kräfte fällt schwer. Deshalb hier eine kurze Beschreibung der stattfindenden Einflüsse.

Die Erde ist eine Kugel, zu 70 % von Wasser bedeckt. Dass dieses nicht von der Erdkugel „herunterfällt“, ist der Erdanziehungskraft geschuldet: Die Masse unseres Planeten treibt die auf ihm befindliche Materie dazu, sich dem Erdmittelpunkt zu nähern. Das müsste eigentlich dazu führen, dass sich das auf der Erde vorhandene Oberflächenwasser so gleichmäßig verteilt, dass überall der gleiche Wasserstand herrscht. Nur die Landmassen, die über diesem ausgeglichenen Niveau liegen, gucken über diesen Wasserspiegel hinaus.Aber nicht nur die Erde selber wirkt mit ihrer Masse auf die auf ihr befindliche Materie! Auch der Mond und die Sonne haben eine wirkungsvolle Masse. Nicht nur die Erde zieht den Mond an, auch er wirkt auf die Materie der Erde. Da er zu klein und schwach ist, die ganze Erde in ihrer Bahn zu beeinflussen, beschränkt er sich auf die „lose Materie“ der  Erdoberfläche, eben das Wasser. So weist dieses in seine Richtung immer einen „Berg“ auf, die Flutwelle. Da die Erde rotiert, käme sie ins „Eiern“, wenn dieser Berg einseitig wäre. Deshalb entsteht zur Herstellung eines Gleichgewichts auf der gegenüber liegenden Seite ein Gegenberg. Zwei Flutwellen folgen dem Mond und umrunden die Erde.Die Erde dreht sich einmal in 24 Stunden um sich selbst, rotiert also in dieser Zeit unter diesen Wellen hindurch. Also müssten Ebbe und Flut jeden Tag zur gleichen Zeit stattfinden. Da der Mond jedoch in 28 Tagen um die Erde kreist, kommt diese Bewegung hinzu und addiert sich mit der Erdrotation. So verschiebt sich das Gezeitenpaar mit Höchst- und Tiefststand um jeweils 25 Minuten, beide Paare zusammen also um etwa 50 Minuten. Das führt zu den Verschiebungen bei den Angaben im Gezeitenkalender, die jeden Besucher der Küste verwirrt und jeden Einheimischen dazu bewegt, diesen bei seinen Planungen mit zu berücksichtigen.Bei genauerer Betrachtung der Wasserstände der Gezeiten fällt auf, dass unabhängig vom Wetter der Höchststand der Flut alle zwei Wochen deutlich höher ausfällt und zwar bei Neu- und bei Vollmond. Hier wirkt sich der Einfluss der Sonnenmasse zusätzlich aus: Deren Anziehungskräfte sind aufgrund ihrer großen Entfernung gering aber spürbar. Bei Neumond stehen Sonne und Mond auf derselben Seite der Erde, ihre Kräfte addieren sich. Der „Wasserberg“ und die als Gegengewicht umlaufende Gegenwelle sind also höher. Bei Vollmond stehen Sonne und Mond auf den entgegengesetzten Seiten der Erde, der ein wirkt auf die Welle, die  andere auf die Gegenwelle. Auch so findet eine Erhöhung statt, die „Springtide“.  Bei zu- oder abnehmendem Halbmond bilden Sonne, Erde und Mond einen rechten Winkel zueinander: Der Mond erzeugt die „Wasserberge“, die Sonne zieht an den „Wassertälern“ und gleicht ein wenig die Differenz aus. Die deutlich weniger ausgeprägten „Nipptiden“ entstehen!Warum gibt es jedoch an der Ostsee und im Mittelmeer viel weniger ausgeprägte Gezeiten? Diese Meere sind nur unzureichend mit den  großen Ozeanen verbunden, das Wasser verliert weitgehend den Anschluss an die weltweite Pendelbewegung. Umgekehrt kommt es in trichterförmigen Flussmündungen und Küstenbereichen zur Zusammenpressung der Wasserberge, Gezeitenunterschiede können so extrem ausgeprägt in Erscheinung treten. Die Kräfte der Wassermassen erlauben dann sogar die Energiegewinnung in Gezeiten-Kraftwerken!
Copyright by Walter Fohrbeck, Inselmuseum Pellworm

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