Der Untergang Rungholts

- ... im Rungholt - Museum Bahnsen

- Funde aus vergangenen Zeiten...

- Hallig Südfall - hier lag früher Rungholt
Die Deiche des Mittelalters waren durchweg zu niedrig und konnten der Nordsee auf Dauer nicht standhalten. Große Landverluste waren die Folge. Wo sich heute in der Nähe Pellworms die Hallig Südfall aus dem Wasser erhebt, lag einst das sagenhafte Rungholt, das der Dichter Detlev von Liliencron in seiner Ballade "Trutz Blanke Hans" beschreibt.
Rungholt war zu seiner Zeit eine bedeutende Hafenstadt an der Westküste. Die Bewohnen trieben ausgedehnten Handel mit fernen Ländern, und die Sage berichtet von dem großen Reichtum der Stadt. Das Jahr 1362 wurde der Hafenstadt Rungholt zum Verhängnis. In einer Jahrhunderflut wurden die Stadt und das umliegende Land vollkommen zerstört. Noch heute spricht man von der Rungholtflut als die "Grote Mandrenke".
Im Jahre 1921 kam durch den Nordstrander Heimatforscher Andreas Busch die Rungfoltforschung in Gang. Andreas Busch fand im Watt viele Spuren der alten Hafenstadt.
Das Rungholtmuseum auf Pellworm verfügt über eine umfassende Sammlung von Kulturspuren aus dem Watt rund um Pellworm. In dem kleinen Museum von Hellmut Bahnsen werden untergegangene Ortschaften, Siedlungen und Höfe wieder lebendig.

