Warften - künstliche Erdhügel zum Wohnen

Haus auf der Warft

In alter Zeit zeigte ganz Nordfriesland eine geschlossene Küstenlinie. Das Meer war weit weg. Die Menschen, die sich im 8. Und 9. Jahrhundert im Pellwormer Gebiet ansiedelten, bauten ihre Häuser auf den flachen Boden. Im Laufe der Zeit stieg jedoch der Meeresspiegel und die Nordsee drang immer weiter ins Landesinnere vor. Große Überflutungen waren die Folge.

Die damaligen Bewohner dieses Gebietes begannen etwa ab dem 11. Jahrhundert zum einen mit dem Bau von Deichen und zum anderen mit dem Aufwerfen künstlicher Erdhügel, den sogenannten Warften. Auf diese Warften, die im allgemeinen eine Höhe von 3 Metern haben, bauten die Menschen zum Schutz gegen Überflutungen ihre Wohnhäuser.

Heute ist Pellworm durch hohe und moderne Deiche gegen Überflutungen geschützt und wenn gebaut wird, dann nur noch auf ebenem Grund.