Wattwandern

Bei Ebbe übers Watt laufen und den Meeresboden unter den Füßen spüren - das ist Erholung für Leib und Seele

Zweimal täglich gibt das Wasser den Meeresboden frei - es ist die Zeit der Ebbe. Unter sachkundiger Führung können Wattwanderungen zum Beispiel nach Hallig Süderoog, nach Hallig Hooge oder zu Kulturspuren ehemaliger Siedlungen unternommen werden. Barfuß ist wattwandern am schönsten. Dann spürt man den Wattboden unmittelbar. Wer empfindliche Füße hat, sollte sich ein paar alte Socken oder Turnschuhe anziehen.

Wichtig: Informieren Sie sich vor einem Ausflug ins Watt bitte über die Tidezeiten. Hier im Netz finden Sie den Tidekalender, der die Angaben für's ganze Jahr enthält. Vor Ort erhalten Sie bei dem Kur- und Tourismusservice Pellworm den Tidekalender im Taschenformat, der für jeden Tag die genauen Hoch-und Niedrigwasserzeiten angibt.

Den Tidekalender finden Sie hier.

Hinweise für Wattwanderer:

  1. Bitte gehen Sie nicht allein ins offene Watt hinaus.
  2. Gehen Sie niemals ohne Uhr und gehen Sie nicht ins Watt, ohne sich vorher nach der Niedrigwasserzeit zu erkundigen.
  3. Informieren Sie bitte Ihren Vermieter oder Nachbarn, wenn Sie allein zu einer Wattwanderung aufbrechen. Sie könnten unterwegs von einem Wetterumschwung überrascht werden. Nebel, starker Wind, kräftiger Regen, Dunkelheit und Gewitter bedeuten Lebensgefahr!
  4. Ca. 2 Stunden vor Niedrigwasser ist die günstigste Zeit für den Beginn einer Wattwanderung.
  5. Niemals bei auflaufendem Wasser losgehen!
  6. Nach Niedrigwasser darf Sie kein Priel mehr vom Land trennen.
  7. Foto- bzw. Filmapparat und Fernglas mitzunehmen lohnt sich oft - ein Kompaß kann zum Lebensretter werden.
  8. Bei kühler Witterung ist warme Oberbekleidung zu empfehlen.
  9. Erfahrene Wattwanderer gehen barfuß. Sollte Ihnen das unangenehm sein, haben sich fest zu schnürende Leinenschuhe oder alte Socken bewährt. ( Vor allem beim Durchqueren von Muschelbänken ).
  10. Im Watt gibt es wegen der starken Sonneneinstrahlung schnell einen Sonnenbrand. Es ist ratsam, sich mit einer Kopfbedeckung und Sonnenschutzmitteln zu schützen.
  11. Das Baden in Wattprielen und von Sandbänken aus ist wegen der starken Strömung im Wattenmeer sehr gefährlich.
  12. Das nordfriesische Wattenmeer ist Naturschutzgebiet. Seevögel, und vor allem Seehunde dürfen nicht beunruhigt werden. Es dürfen auch keine Tiere aus dem Watt mitgenommen werden.
  13. Das Watt ist Grabungsschutzgebiet. Die Reste früherer Siedlungen dürfen nicht ausgegraben werden.
  14. Wattwanderungen mit erfahrenen Wattführern sind sicher und erlebnisreicher. Deshalb sollten erste und größere Wattwanderungen in einer geführten Gruppe unternommen werden.

    Rund um Pellworm können große und kleine Wattwanderungen unter geschulter Führung unternommen werden. Entsprechende Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Veranstaltungskalender.

    Auskünfte zum Wattwandern erteilen auch die örtlichen Wattführer Hellmut Bahnsen (Tel. 04844/569) sowie Knud Knudsen (04844/201) oder die Schutzstation Wattenmeer (Tel. 04844/760).