Wattwandern

Bei Ebbe übers Watt laufen und den Meeresboden unter den Füßen spüren - das ist Erholung für Leib und Seele

Im Wattenmeer wechseln sich Ebbe und Flut alle sechs Stunden ab. Zweimal täglich gibt das Wasser den Meeresboden frei – es ist die Zeit der Ebbe.
Unter kundiger Leitung eines Wattführers kann man sich jetzt gefahrlos auf eine Erlebnistour in die Welt der Muscheln, Wattwürmer oder Strandkrabben begeben.

Wandern Sie zum Beispiel mit dem Halligpostboten von Pellworm zu der kleinen Hallig Süderoog oder begeben Sie sich unter der Leitung eines Heimatforschers auf Spurensuche ins Watt. Rund um Pellworm finden sich viele Kulturspuren untergegangener Siedlungen.
Geführte Wattwanderunen zu den Spuren der Vergangenheit gehören mit zu den Höhepunkten eines Ausfluges ins Wattenmeer rund um Pellworm.

Barfuß ist wattwandern am schönsten. Dann spürt man den Spaziergang auf dem Meeresboden unmittelbar unter den Füßen.
Wer empfindlich ist, kann aber auch zum Beispiel Socken oder Turnschuhe anziehen.

Wichtig:

Grundsätzlich sollten Ausflüge ins Watt nur unter Leitung eines Wattführers erfolgen. Wenn Sie allein eine Wattwanderung unternehmen möchten, informieren Sie sich bitte vorher nicht nur über die Hoch- und Niedrigwasserzeiten (Tidezeiten), sondern auch über die örtlichen Gegebenheiten.

Den Tidekalender finden Sie hier.

Vor Ort erhalten Sie beim Kur- und Tourismusservice einen Tidekalender, der für jeden Tag die Hoch- und Niedrigwasserzeiten angibt.

 

Hinweise für Wattwanderer:

  1. Bitte gehen Sie nicht allein ins offene Watt hinaus.
  2. Gehen Sie niemals ohne Uhr und gehen Sie nicht ins Watt, ohne sich vorher nach der Niedrigwasserzeit zu erkundigen.
  3. Informieren Sie bitte Ihren Vermieter oder Nachbarn, wenn Sie allein zu einer Wattwanderung aufbrechen. Sie könnten unterwegs von einem Wetterumschwung überrascht werden. Nebel, starker Wind, kräftiger Regen, Dunkelheit und Gewitter bedeuten Lebensgefahr!
  4. Ca. 2 Stunden vor Niedrigwasser ist die günstigste Zeit für den Beginn einer Wattwanderung.
  5. Niemals bei auflaufendem Wasser losgehen!
  6. Nach Niedrigwasser darf Sie kein Priel mehr vom Land trennen.
  7. Foto- bzw. Filmapparat und Fernglas mitzunehmen lohnt sich oft - ein Kompaß kann zum Lebensretter werden.
  8. Bei kühler Witterung ist warme Oberbekleidung zu empfehlen.
  9. Erfahrene Wattwanderer gehen barfuß. Sollte Ihnen das unangenehm sein, haben sich fest zu schnürende Leinenschuhe oder alte Socken bewährt. ( Vor allem beim Durchqueren von Muschelbänken ).
  10. Im Watt gibt es wegen der starken Sonneneinstrahlung schnell einen Sonnenbrand. Es ist ratsam, sich mit einer Kopfbedeckung und Sonnenschutzmitteln zu schützen.
  11. Das Baden in Wattprielen und von Sandbänken aus ist wegen der starken Strömung im Wattenmeer sehr gefährlich.
  12. Das nordfriesische Wattenmeer ist Naturschutzgebiet. Seevögel, und vor allem Seehunde dürfen nicht beunruhigt werden. Es dürfen auch keine Tiere aus dem Watt mitgenommen werden.
  13. Das Watt ist Grabungsschutzgebiet. Die Reste früherer Siedlungen dürfen nicht ausgegraben werden.
  14. Wattwanderungen mit erfahrenen Wattführern sind sicher und erlebnisreicher. Deshalb sollten erste und größere Wattwanderungen in einer geführten Gruppe unternommen werden.

    Rund um Pellworm können große und kleine Wattwanderungen unter geschulter Führung unternommen werden. Entsprechende Termine entnehmen Sie bitte dem aktuellen Veranstaltungskalender.

    Auskünfte zum Wattwandern erteilen auch die örtlichen Wattführer Hellmut Bahnsen (Tel. 04844/569) sowie Knud Knudsen (04844/201) oder die Schutzstation Wattenmeer (Tel. 04844/760).